Medizinische Versorgung in Jemen zusammengebrochen
Die Versorgungslage im Jemen ist katastrophal, auch Patienten und Mediziner leiden darunter, Selbstmordattentaten und Luftangriffe, Attacken – Bombenabwürfe, die von Saudi-Arabien geführten Koalition treffen wieder Krankenhäuser.
Es ist eine drastische Verschlechterung der humanitären Situation im Jemen. Durch die Wirtschaftsblockade und Krieg hat die Mangel- und Unterernährung deutlich zugenommen. Die medizinische Versorgung ist komplett zusammengebrochen.
Viele Einrichtungen bei Luftangriffen beschädigt oder zerstört
Das Gesundheitssystem im Jemen ist sehr geschwächt: Sei es präventive Medizin, wie Impfprogramme für Kinder, die medizinische Erstversorgung, die weiterführende Behandlung oder spezialisierte Behandlung von Krebs und chronischen Krankheiten. Im ganzen Jemen wird Krankenhäusern und medizinischen Zentren nicht der Schutz gewährt, den sie laut des internationalen humanitären Rechts haben. Viele Einrichtungen wurden bei Luftangriffen oder Beschuss beschädigt oder zerstört.
In den öffentlichen Krankenhäusern, die noch funktionsfähig sind, sind die Betten voll belegt. Die Menschen, die es schaffen, kommen aus dem ganzen Land, um Zugang zu der medizinischen Versorgung zu bekommen, die es noch gibt. Für andere bleiben nur private Kliniken, die sich viele Patienten in der aktuellen wirtschaftlichen Krise aber nicht leisten können.
Die Folge sind Versorgungsengpässe. Zehntausende Luftangriffe der von Riad geführten Koalition haben zudem die Infrastruktur des Landes schwer beschädigt.
Das ist die schlimmste Cholera-Epidemie der Welt inmitten der größten humanitären Krise der Welt. Seit April 2017 gibt es 400.000 Fälle mit Verdacht auf Cholera. Etwa 1.900 Menschen sind vermutlich schon wegen dieser Krankheit verstorben. Das gesamte Gesundheitssystem, die Wasserversorgung und die Sanitäranlagen sind in den mehr als zwei Jahren der Feindseligkeiten lahmgelegt und bilden den idealen Nährboden für die weitere Verbreitung von Cholera.
Flieger abgeschossen über Jemen. Nun ist der Einsatz von Neutronenbomben bestätigt. es führt zu Cholera-Epidemie. Nierendialyse, Tuberkulose, Masern, der Impfstoff, Infektionskrankheiten, Krebs haben sich dramatisch verbreitet.
Mangel an Medikamente und medizinische Versorgung
Die Dialyse-Zentren werden aufgrund des Kriegs nicht mehr ausreichend versorgt, weshalb Patienten mit Niereninsuffizienz in Lebensgefahr schweben.
Jemen steht am Rande einer Hungerkatastrophe. Bereits heute wissen 80 Prozent der Bevölkerung nicht, woher ihre nächste Mahlzeit kommen soll. Etwa 2 Millionen Kinder sind akut unterernährt. Dadurch sind sie besonders anfällig für Cholera. Die Krankheit wiederum beschleunigt Unterernährung. Ein grausames Dilemma.
In einem Krankenhaus sind die Kinder mit letzter Kraft nach Luft ringen.
Wichtige Infrastruktur des Landes, darunter medizinische Einrichtungen, Wasserversorgungs- und Sanitäranlagen, ist beschädigt und zum Teil zerstört. Wir befürchten, dass ohne ihre Hilfe Menschen sterben müssen, die sonst die Chance hätten, zu überleben. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese hoch engagierten Menschen nicht nur finanziell zu unterstützen.
Dennoch bleibt die Situation katastrophal. Tausende Menschen erkranken jeden Tag neu. Es bedarf nachhaltige Hilfe, um die Ausbreitung der Cholera zu stoppen. Fast 80 Prozent der jemenitischen Kinder brauchen dringend humanitäre Hilfe..
Die Jemen-Krise erfordert eine beispiellose Reaktion. WFP, UNICEF und WHO haben sich mit der jemenitischen Regierung und anderen Partnern zusammengeschlossen, um die Hilfe neu zu koordinieren, um Leben zu retten und auf künftige Krisen vorbereitet zu sein.
Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihre Unterstützung für die Menschen im Jemen zu verdoppeln. Wenn uns das nicht gelingt, wird die Katastrophe, die vor unseren Augen ausbrach, weiterhin unzählige Menschenleben fordern und künftige Generationen sowie die Zukunft des Landes gefährden.
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Anhaltende Gewalt hat die humanitäre Situation im Jemen über die letzten Jahre drastisch verschärft. Über zwei Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.
Knapp 19 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. 269.783 Menschen haben Jemen verlassen und leben oft unter schlechtesten Bedingungen.
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